LSwP 2019

Vereinsschweißprüfung (LSwP) am 03.11.2019 bei Trebbin

Als noch unerfahrene Hundeführerin in Sachen Schweißarbeit erwachte ich in den frühen Morgenstunden, weil der Regen aufs Terrassendach trommelte und mich, fragte ob das nun gut oder schlecht für die gestern ausgebrachten Fährten ist. Ein Blick auf die Wetter-App bestätigte meine Befürchtungen, es wird noch ein paar Stunden weiterregnen. Aber jetzt gab es kein Zurück mehr – auf ging es zur Vereinsschweißprüfung nach Trebbin. Begleitet hat mich meine 7-jährige Labrador-Hündin Edda, die ich seit 1 Jahr auf der roten Fährte einarbeite, um bei der Jagd für den Fall der Fälle, in dem das Stück Wild nicht im Knall oder nach einer kurzen Flucht liegt, Unterstützung zu haben. Am Treffpunkt wurden die Teilnehmer durch Sonderleitung und Richter-Team herzlich begrüßt, es ging der Hut mit den Losen herum und ich zog prompt die Fährte Nr. 1. Es wurde keine Zeit verschwendet, auf ging es ins Revier. Meinem einstudierten Ritual folgend, zeigte ich Edda den Anschuss nicht, sondern sie musste diesen in einer kurzen Vorsuche finden. Nach dem gemeinsamen Untersuchen des Anschusses ging es los: Such verwund! Ich gebe zu, dass ich mehrfach zweifelte, am Stück anzukommen. Viele Wechsel und von Sauen aufgebrochene Flächen kreuzten unseren Weg. Die Hündin wirkte zeitweise unsicher, war durchgehend mit hoher Nase unterwegs, aber wir haben uns durchgebissen. Eine Trink- und Ruhepause gab es, um dann konzentriert weiterzuarbeiten, zwei Abrufe, der zweite gar nicht weit vom Ziel entfernt. Ruhig bleiben! Jetzt nur nicht hetzen. Wir haben alle Zeit der Welt. Nach 46 min hatten wir den Rehbock endlich gefunden. Erleichterung und auch ein wenig Stolz machten sich breit. Waidmannsheil und Waidmannsdank!

Bei Fährte Nr. 2 ging Klaus Fuchs mit Golden-Retriever-Hündin Willow an den Start. Sie arbeitete ihre Fährte mit tiefer Nase sehr zügig und sicher und kam schon nach 28 min ohne Abruf am Stück an.

Fährte Nr. 3 wurde von der 9-jährigen Labrador-Hündin Anaiah, geführt von Alexandra Kupplmayr, ebenfalls sicher und ohne Abruf gearbeitet. Eins hatten die drei startenden Hunde gemeinsam: Alle bildeten sich ein, der Bock würde nur ihnen gehören und waren empört, als dieser jeweils weggefahren wurde und sie zurück bleiben mussten.

Nach der Schweißarbeit legte ein Team die Bringtreue mit Fuchs ab. Der Golden-Retriever-Rüde Nico fand zügig den Fuchs im Waldgebiet und brachte ihn brav zu seiner Hundeführerin Brigitte Nierle.

Ich möchte mich im Namen meiner Mitstreiter ganz herzlich bei den Sonderleitern Ninette und Lutz Schitthelm bedanken, beim Reviergeber Thomas Wilk sowie natürlich bei den fairen, geduldigen Richtern Torsten Quetschke, Stephan Mohnke und Reinhard Dahrendorf. Es war ein wunderbarer Tag in angenehmer Gesellschaft und vielleicht sehen wir uns im kommenden Jahr bei der einen oder anderen jagdlichen Prüfung wieder.

Jana Hildebrandt mit Flying Flap Ears Head Over Heels „EDDA“